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Mit heiler Haut unbeschwert den Sommer genießen

Experten-Kolumne

Experten-Kolumne von Dr. med. Marion Krakor - Quelle: frei-HautforschungsInstitut

Das ist möglich! Trotz Warnungen vor dem Ozonloch, Smog, steigender UV-Belastung und jährlich zunehmenden Fällen von bösartigen Erkrankungen der Haut.
Welche Hautprobleme im Sommer am häufigsten auftreten und was dagegen hilft, verrät die Dermatologin Dr. med. Marion Krakor aus Leipzig im Gespräch mit dem HAUTREPORT.
 

Mit heiler Haut unbeschwert den Sommer genießen - Quelle: frei-HautforschungsInstitut
Foto: frei-HautforschungsInstitut

HAUTREPORT: Die Haut ist unser größtes Organ und kommt ständig mit der Umwelt in Kontakt – dadurch ist sie geänderten Umwelt- und Witterungsbedingungen am meisten ausgesetzt. Zusätzlich halten wir uns jetzt in der warmen Jahreszeit natürlich mehr im Freien auf als im Winter. Was belastet die Haut im Sommer?

DR. KRAKOR: Die stärkste Belastung und Gefahr für die Haut ist die UV-Strahlung. Mehr Licht sorgt einerseits nachgewiesenermaßen für bessere Stimmung, doch bei ungeschütztem Sonnengenuss nehmen gleichzeitig auch schädigende Einflüsse zu. UVA schädigt die kollagenen Fasern und führt zur Faltenbildung. Auch verschiedene Arten des hellen Hautkrebses werden durch UVA verursacht. Der schwarze Hautkrebs, das Melanom, wird dagegen durch UVB gefördert.

HAUTREPORT: Wie kann man sich dagegen schützen?

DR. KRAKOR: Der beste Schutz ist natürlich, die Belastung mit UVA und UVB gering zu halten. Es gibt Menschen, die deshalb im Sommer die Aktivitäten draußen einschränken. Das empfehle ich meinen Patienten nicht, da die Sonne sowohl für die Bildung von Vitamin D als auch für unsere Stimmung wichtig ist. Man sollte aber die Mittagszeit, wenn die Sonne am höchsten steht und deshalb am intensivsten ist, tatsächlich im Schatten oder in geschützten Innenräumen verbringen. Bei Aktivitäten draußen ist ein hoher Sonnenschutz oder eine Tagespflege mit ausreichendem Lichtschutzfaktor gegen UVA- und UVB-Strahlung ein Muss.

HAUTREPORT: Was muss eine Gesichtspflege im Sommer können?

DR. KRAKOR: Außer einem ausreichenden Lichtschutzfaktor, der für normale Haut in unseren Breiten mindestens 15 betragen sollte, muss eine Creme im Sommer viel Feuchtigkeit spenden. Leichte Tagescremes vom Typ Öl-in-Wasser mit Feuchthaltefaktoren wie Aloe Vera, Urea und Glycerin kühlen zusätzlich. Weitere Wirkstoffe wie hautberuhigendes Panthenol können helfen, Hautreizungen zu verhindern.

Mit heiler Haut unbeschwert den Sommer genießen - Quelle: frei-HautforschungsInstitut
Foto: frei-HautforschungsInstitut

HAUTREPORT: Immer mehr Menschen berichten über Sonnenallergien. Was versteht man darunter?

DR. KRAKOR: Inzwischen berichtet etwa jeder Zehnte über eine Sonnenallergie, wobei es sich hier meist nicht um eine echte allergische Reaktion handelt. Es wird eine Vielzahl von unerwünschten Hautreaktionen so bezeichnet, die im Zusammenhang mit der Sonne auftreten. Oft handelt es sich auch um „Selbstdiagnosen“ der Patienten und es stellt sich etwas ganz anderes als Verursacher der Hautreaktionheraus. Medizinisch gesehen kann man zum Beispiel die phototoxischen Reaktionen von echten Allergien unterscheiden. Diese entstehen beim Zusammentreffen von bestimmten lichtsensibilisierenden Stoffen mit UV-Licht. Hierzu gehören verschiedene Arzneimittel, unter anderem Antibiotika, Johanniskraut oder auch Inhaltsstoffe von Parfümen. Dank vermehrter Patientenaufklärung sind phototoxische Reaktionen in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen.
Eine andere große Gruppe von Hautreaktionen, die von Patienten oft als Sonnenallergie bezeichnet wird, ist die sogenannte Mallorca-Akne, die sehr wahrscheinlich durch bestimmte Inhaltsstoffe in Sonnen- oder Hautcremes in Verbindung mit UVA ausgelöst wird. Die Mallorca-Akne kann auch durch UVA-Besonnung in Solarien entstehen. Die größte Gruppe von Sonnenallergien, die „polymorphen Lichtdermatosen“, die bereits seit 1878 bekannt sind, nimmt offensichtlich zu. Es sind mehr Frauen als Männer betroffen, und die Erkrankung beginnt meist bei jungen Erwachsenen. Warum diese Art Lichtallergie zunimmt, ist nicht genau bekannt. Wahrscheinlich spielen verschiedene Faktoren wie Zunahme der UV-Belastung, vermehrte Verwendung von Hautpflege- und Kosmetikprodukten sowie häufiger Aufenthalt in der Sonne eine Rolle.
Die schwerste Form der Sonnenallergie ist die „Sonnen-Urtikaria“ – eine durch Sonnenlicht ausgelöste Form der Nesselsucht. Sie ist extrem selten, kann aber zum lebensgefährlichen Schock mit Herz-Kreislauf-Versagen führen. Diese Menschen müssen Licht strikt meiden.

HAUTREPORT: Was tun, wenn es trotz Schutzmaßnahmen zum Sonnenbrand gekommen ist?

DR. KRAKOR: Wenn die Haut wie beim klassischen Sonnenbrand nur gerötet und heiß ist, liegt eine Verbrennung 1. Grades vor. Als Erste-Hilfe-Maßnahme sollte man die Haut auf jeden Fall kühlen, zum Beispiel kühl duschen und danach eine leichte Lotion mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie Panthenol auftragen. Fettige Cremes oder Öle sind bei Sonnenbrand verboten. Wenn dagegen bereits Blasen auftreten, liegt schon eine schwerere Verbrennung vor und es sind eventuell cortisonhaltige Lotionen und Entzündungshemmer notwendig, die auch den Schmerz etwas stillen. In diesem Fall sollte ein Facharzt aufgesucht werden.

HAUTREPORT: Nicht nur die Sonne, auch Insektenstiche können jetzt zu sehr unangenehmen bis gefährlichen Hautreaktionen führen. Was ist hierbei zu beachten?

DR. KRAKOR: Die Gegenmaßnahmen hängen natürlich davon ab, von welchem Insekt man gestochen wurde und ob eine allergische Reaktion auftritt. Mückenstiche sind im Allgemeinen zwar unangenehm, aber harmlos. Gegen den Juckreiz helfen Gele mit Antihistaminika, die es rezeptfrei in der Apotheke zu kaufen gibt. Bienenstiche sind schon schmerzhafter. Es kann bei Menschen, die sonst nicht allergisch reagieren, zu umfangreichen Schwellungen kommen. Als Erstes sollte man auch hier die Haut kühlen. Zusätzlich kann zu äußerlich anzuwendenden Antihistaminika der Wirkstoff auch in Tablettenform eingenommen werden. Wenn schwere allergische Reaktionen auftreten wie zum Beispiel Atemnot oder Kreislaufprobleme, bei mehreren Stichen oder Stichen von größeren Insekten wie Hornissen, sollte man auf jeden Fall den Notarzt mit 112 anrufen. Denn es handelt sich hier um eine medizinische Notfallsituation.

HAUTREPORT: Frau Dr. Krakor, wir danken Ihnen für die ausführlichen Informationen.

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Artikel eingestellt von Detlef Klemme - BLiCKpunkt Redaktionsbüro  Detlef Klemme
  Chefredakteur im
  BLiCKpunkt Medienverbund
Quelle: frei-HautforschungsInstitut


 
 

13 Kommentare

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